Statistik
,,Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast..."
Zahlen sind eben nur relativ. So relativ Zahlen auch sind, so sicher allerdings ist die Erkenntnis:
Du kannst den Schutz jederzeit selbst in die Hand nehmen. Egal, ob Du laut Statistik zu den Gefährdeten gehörst oder nicht.
Denn merke: Es gibt keine Risikogruppen, nur Risikoverhalten. Über Schutzmöglichkeiten kannst Du dich unter Safer Use und Wie es geht, wenn er steht informieren.
Da es weder einen Zwang zum HIV-Antikörpertest noch eine namentliche Meldepflicht gibt, ist die statistische Erfassung von Neuinfektionen und Erkrankungen relativ schwierig.
Durch eine Labormeldepflicht, werden jedoch positive Testergebnisse anonym an das Robert-Koch-Institut in Berlin weitergeleitet.
Die dort erfassten Daten geben Aufschluss über den Verlauf der Ausbreitung von HIV und AIDS sowie wichtige Hinweise für die Prävention.
Das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl der Neuinfektionen mit HIV auf derzeit 2.000 pro Jahr. Davon waren etwa 50% über homosexuelle Kontakte zwischen Männern, etwa 18 % über heterosexuelle Kontakte und 10 % über intravenösen Drogengebrauch (Nadeltausch und damit verbundener Blutkontakt). Weitere 21 % stammen aus Ländern, in denen HIV/AIDS sehr stark verbreitet ist und in denen heterosexuelle Kontakte der vorherrschende Übertragungsweg sind.
Der Anteil der Frauen an allen bisher aufgetretenen AIDS-Erkrankungen beträgt etwa 12%. Unter den Neuinfektionen mit HIV wird der Anteil der Frauen auf ca. 25 % geschätzt.
Wie sieht es in Hagen und Umgebung aus?
Die Anzahl der Menschen mit HIV und AIDS in Hagen kann nur sehr ungenau angegeben werden, da die Meldung positiver Testergebnisse an das Robert-Koch-Institut für einen jeweiligen Postleitzahlenbereich gilt. Ob sich ein Mensch aber in diesem Postleitzahlenbereich testen lässt, ist ihm freigestellt. Zudem erfolgt die Meldung zum Test anonym, so dass keine Rückschlüsse auf die Herkunft geschlossen werden können.
Nähere Informationen zu Zahlen und Fakten erhältst du unter www.rki.de (Robert-Koch-Institut)
Jeder macht sich für gewöhnlich seinen eigenen Reim auf Zahlen. Und wie war das mit dem Glas, das für den einen halb voll und den anderen halb leer ist?