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Aktuelles in der AIDS-Hilfe

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Verhütungsverhalten wird immer besser - Kondom beliebtestes Verhütungsmittel


Sexuell aktive deutsche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren verhüten heute bereits beim ersten Mal besser als je zuvor: Nur je acht Prozent der Mädchen und Jungen geben an, keine Verhütungsmittel benutzt zu haben. 1980 lag dieser Anteil mit 20 Prozent bei den Mädchen und 29 Prozent bei den Jungen um ein Vielfaches höher. Die neuen Zahlen zeigen zudem, dass Jungen beim ersten Mal mittlerweile ebenso gut verhüten wie Mädchen.

Auch bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat sich das Verhütungsverhalten verbessert. Doch verglichen mit ihren deutschen Altersgenossen verhüten sie noch immer seltener. So geben zwölf Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen mit Migrationshintergrund an, beim ersten Geschlechtsverkehr keine Verhütungsmittel benutzt zu haben. Im Jahr 2005 waren es noch mehr als ein Drittel der Jungen und etwa jedes fünfte Mädchen.
Das Kondom ist mit deutlichem Abstand das Verhütungsmittel Nummer eins beim ersten Mal. Drei Viertel der deutschen Jungen und Mädchen wenden es beim ersten Geschlechtsverkehr an. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund greifen beim ersten Mal meistens zum Kondom: 75 Prozent der Mädchen und 59 Prozent der Jungen verhüten auf diese Weise. Mit zunehmender sexueller Aktivität ändert sich das Verhütungsverhalten jedoch. Mädchen mit und ohne Migrations-hintergrund verwende n dann häufiger die Pille.

Eltern und Schule: Starke Partner für Jugendliche


69 Prozent der deutschen Mädchen und 58 Prozent der deutschen Jungen sprechen heute ausführlich mit ihren Eltern über das Thema Verhütung. Das war vor 30 Jahren noch anders: Nur etwas mehr als ein Drittel der Mädchen und nur jeder vierte Junge hatte damals ein Verhütungsgespräch mit seinen Eltern. Eine ähnliche Situation gilt heute noch für viele Jugendliche mit Migrationshintergrund. Lediglich die Hälfte der Mädchen und nur 41 Prozent der Jungen aus Migrantenfamilien erhalten eine Verhütungsberatung im Elternhaus. Bei der Wissensvermittlung rund um die Themen Liebe, Sexualität und Verhütung wird die Schule immer bedeutender. Für Jungen mit Migrationshintergrund ist sie sogar der wichtigste Ort der Aufklärung.

„Eltern und Schule sind heute starke Partner für Jugendliche“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. “Das einmalige verschämte Aufklärungsgespräch von früher ist endgültig vorbei. Die verantwortungsbewusste Sexualaufklärung durch Elternhaus und Schule, vielfältige Beratungsmöglichkeiten und die Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu den Themen Liebe, Sexualität und Verhütung haben entscheidend dazu beigetragen, dass Deutschland eine der niedrigsten Teenagerschwangerschaftsraten in Europa hat.“

Aufklärungsmaterialien stehen bei Jugendlichen nach wie vor hoch im Kurs. Das gilt ganz besonders für das Internet. Deswegen entwickelt die BZgA ihre Informationsangebote kontinuierlich weiter. Mit www.loveline.de bietet die BZgA Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund ein immer aktuelles, auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Medium an.

Die Studie „Jugendsexualität 2010“ steht zum Download unter www.forschung.sexualaufklaerung.de

Tage der offenen AIDS-Hilfe

am 21. und 22. September, jeweils von 11:00 – 19:00 Uhr öffnen wir erneut die Türen unserer Beratungsstelle. Gerne können Sie auch kleine Delegationen von Schülerinnen und Schülern aus den Schulen oder den Schülervertretungen schicken.
Wir wollen Ihnen und den Hagener Bürgerinnen und Bürgern unsere Arbeit und besonders die Erfolge unserer Arbeit des letzten Jahres vorstellen.
Besonders am Herzen liegen uns dabei die Jugendprävention sowie unser Projekt „Beratung und HIV-Test“, dass wir seit 2009 in Kooperation mit dem Hagener Gesundheitsamt durchführen.
Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit uns durch einen kleinen Imbiss und Kaffee und Kuchen für das Interesse zu bedanken, mit dem viele Menschen in Hagen unsere Arbeit durch die letzten – aufregenden Jahre begleitet haben.
Unsere Besucher und Besucherinnen an diesen Tagen haben so die Gelegenheit, sich persönlich ein Bild über die Verwendung öffentlicher Gelder und von Spenden zu machen.
Gerne können Sie auch Kollegen und Praktikanten mitbringen.
Weiterhin sind auch Lokalpolitiker, Vertreter von Kirchengemeinden, Staatsanwälte und Richter sowie die regionale Presse eingeladen. Sicher ergibt sich so die Möglichkeit für das eine oder andere informelle Gespräch.
Wenn sie wollen, können Sie einfach anrufen (02331 - 33 88 33) und eine persönliche Zeit für eine kleine "Führung" vereinbaren - oder einfach vorbeikommen. Ganz, wie es Ihnen passt.Können wir mit Ihnen rechnen?

 

 

Zusatzangebot—HIV-Schnelltestangebot in Hagen

Seit Juli 2010 bietet die AIDS-Hilfe in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt zusätzlich zum Standard-HIV-Test auch einen sog. Schnelltest an. Da "schnell" bezieht sich dabei jedoch nicht auf die diagnostische Zeit zwischen möglicher Ansteckung und dem Test, sondern auf die Wartezeit nach der Blutentnahme. Im Normalfall benötigt das Labor dafür 3 - 7 Tage. Nun sind wir in der Lage mit dem Schnelltest ein Verfahren an der Hand zu haben, dass zumindest bei einem klaren negativen Ergebnis bereits nch einer halben Stunde vorliegt. Das erspart den Menschen die lange Wartezeit auf das Ergebnis. Gerade diese Zeit wird häufig als zermürbend erlebt.

Nur bei einem "reaktiven" Befund Blut in ein Labor bei Hamburg geschickt, um einen HIV-Befund zu bestätigen. Dann kann auch der Schnelltest die Wartezeit nicht verkürzen.  

 

Wichtig ist den Beratern deshalb: „Keiner wird alleine gelassen – weder vor dem Test noch danach.“ Ganz egal, wie das Ergebnis ausfällt stehen einem die Berater für Gespräche und Trost zur Verfügung. Vor dem Test erfolgt eine ausführliche Risikoabklärung. Ist ein Test überhaupt notwendig? Nach der Ergebnismitteilung erfolgt grundsätzlich ein Gespräch darüber, wie der Getestete auch in Zukunft sich und andere vor Risiken schützen und damit Neuansteckungen mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten verhindern kann. Bei einem reaktiven/positiven Befund (den nur ein Arzt zuverlässig beurteilen darf) stehen dem Betroffenen Buddys zur Verfügung, die helfen das Ergebnis zu verarbeiten und bei weiteren Schritten begleiten.

Weitere Infos erhalten Sie unter 02331 – 33 88 33

Neue Lernwerkstatt ab dem 13. Januar 2010

Du hast bei uns die Möglichkeit, alle Teilbereiche der AIDS-Arbeit kennen zu lernen. Die Schulung findet ein Mal im Jahr über mehrere Wochen, jeweils donnerstags von 19 - 22 Uhr, statt und wird  durch  2 Mittwochabende und ein Wochenendseminar ergänzt. Im Mittelpunkt der Schulung stehen Selbsterfahrung und Eigenreflexion. In der Mitte und am Ende führen die TrainerInnen Einzelgespräche.

Bei erfolgreicher und regelmäßiger Teilnahme endet die Schulung mit einem Zertifikat der AIDS-Hilfe Hagen e.V.

Und wenn du dann Lust und Zeit hast freuen wir uns, wenn wir dich als Mitstreiter gewinnen können.Hier gibt es weitere Infos